Laboranalysen & Sicherheit.
Begriffe wie „laborgeprüft“ oder „höchste Qualität“ sagen zunächst einmal nicht viel aus. Tatsächlich ist es bereits eine Seltenheit, überhaupt Laborberichte zu Nahrungsergänzungsmitteln zu finden. Noch seltener sind aktuelle Berichte mit konkreten Messwerten und voller Transparenz darüber, was tatsächlich getestet wurde. Aussagekräftige Laboranalysen schaffen Transparenz, wo Marketing häufig nur mit pauschalen Aussagen arbeitet. Wenn Laborberichte fehlen, dann hat das leider auch seine Gründe.
Verkehrsfähigkeit ist kein Qualitätsversprechen
EU-Grenzwerte sind Mindeststandard, nicht Premiumqualität.
Gerade bei Produkten für die tägliche Einnahme spielt die tatsächliche Reinheit eine zentrale Rolle. Schwermetalle wie Blei, Cadmium oder Quecksilber können sich über Jahre im Körper anreichern. Deshalb reicht es aus unserer Sicht nicht aus, wenn ein Produkt lediglich „gerade noch“ innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegt. Mit Vorsicht zu betrachten sind daher auch sogenannte „Laborberichte“, die keine konkreten Messwerte enthalten, sondern lediglich pauschal die Verkehrsfähigkeit bestätigen. Ohne transparente Angabe der tatsächlich gemessenen Belastungen lässt sich als Konsument kaum beurteilen, wie sauber ein Produkt wirklich ist.
SCHADSTOFFE
Rohstoffe brauchen unterschiedliche Analysen
Nicht jeder Rohstoff bringt die gleichen Risiken mit sich. Pflanzliche Rohstoffe können stärker durch Pestizide, Schwermetalle, Mykotoxine oder mikrobiologische Belastungen beeinflusst werden. Bei synthetischen und fermentierten Wirkstoffen stehen dagegen Reinheit, Synthesenebenprodukte, Identität und Lösungsmittelrückstände im Fokus. Aussagekräftige Qualitätskontrollen müssen deshalb immer zum jeweiligen Rohstoff und seinem Risikoprofil passen.